Mut zur Farbe

Als wir unseren Freunden & Familien von unseren Interior-Ideen erzählt haben, waren viele zunächst sehr skeptisch gegenüber dem Streichen. “Ihr müsst aber doch in ein paar Jahren wieder alles weiß streichen” oder “meint ihr nicht, dass ihr euch das schnell satt seht?!” sind nur zwei Beispiele von vielen, vielen sehr gut gemeinten Ratschlägen.

Letztlich haben wir nur drei Räume gestrichen. Das Schlafzimmer in einem kräftigen, dunklen Grün. Die Küche in einem satten Caramel & das Wohnzimmer in einem leichten aschigen Fliederton. Im Nachhinein hat sich die Mühe sehr gelohnt, denn Farben geben einem Zuhause erst eine ganz eigene, persönliche, warme Note. Ich bin kein Fan von diesen ganzen weißen Wänden, die man derzeit sehr viel sieht. Ich mag den Aufwand, den es mit sich bringt und das Ergebnis, dass ich jeden Tag genieße. Wirklich jeden Tag. Und ich bin absolut gewillt, alle Wände wieder weiß zu streichen, wenn wir hier ausziehen. Was aber doch am meisten zählt ist die Zeit in der ich hier wohne. Jeden Tag, den ich nach Hause komme oder einen einzelnen Raum betrete, freue ich mich über die gestrichenen Wände.

Daher mein Rat für euch:
Lasst euch eure Ideen nicht ausreden. Euer Zuhause ist der wichtigste Ort & euer Wohlgefühl das höchste Gut. Räume können nachhaltig prägen und unser Befinden beeinflussen. Sowohl positiv als auch negativ. Also lebt euch aus & gebt eurem Zuhause ein Gesicht.

Tipp:
Mittlerweile gibt es in den gängigen Baumärkten eine Vielzahl an Farben. Daher müssen es nicht immer die teuren Designer-Farben sein. Diese werden euch frisch angemischt und bei Bedarf könnt ihr euch kleine Farbeimer nachkaufen, falls die Farbe doch nicht ganz gereicht hat.

Für eine saubere Kante (besonders bei Raufaser-Tapeten) am besten mit Kreppband die zu streichende Fläche abkleben und die Kante mit weißem Acryl versiegeln. Die Farbe unmittelbar danach darüber streichen und dann das Krepp abziehen. Es ist wichtig, dass ihr das Krepp abzieht solang die Farbe noch frisch ist, damit nichts abbröckelt. So entsteht eine glatte Kante, selbst bei unglatten Wänden.
Nicht vergessen: Spart nicht an der Farbe. Wenn ihr möchtet, dass eine Schicht Farbe reicht, dann solltet ihr nicht zu sparsam mit der Farbe umgehen. Im Nachhinein können sich oft noch helle Stellen auftun, die ihr nachher wieder überstreichen müsst. Daher die Rolle immer schön satt in die Farbe tunken.

Falls ihr eurem Zuhause auch ohne Streichen ein bisschen Farbe verleihen wollt, empfehle ich euch farbige Bilder, mit denen ihr einem Raum eine besondere Note geben könnt. Dazu passende Gardinen oder Kissen ergeben eine einheitliche und ruhige Linie. Und selbstverständlich gibt es keinen schöneren Farbklecks als frische Blumen.

In diesem Sinne,
habt’s fein.

 

Die dunkle Höhle. Interessanterweise strahlt diese Farbe in diesem recht kleinen Raum eine wahnsinnige Beruhigung aus. Perfekt um nach einem stressigen Tag runterzukommen.

 

Wir haben uns in der sonst sehr hellen Küche für ein warmes Caramel entschieden, um die verschiedenen Goldakzente hervorzuheben.

Fun Fact: Die Frau im Baumarkt wollte uns die Farbe absolut ausreden.
Der Mann beim Abkleben der Küchenwand
Farbe können auch Bilder bieten. Diese hier sind ein wahrer Blickfang, werden aber noch erweitert.

 

 

 

 

Was könnte einem Zuhause schönere Farbe verleihen als frische Blumen?

 

die Wohnzimmerfarbe ist ein helles Aschgrau, dass eine leicht fliederfarbene Nuance in sich trägt und den Raum angenehm warm und hell macht.

1 Kommentar

  1. Liebe Nina, Ihr seid ganz wunderbar und geschmackvoll eingerichtet, das ist eine tolle Inspiration! Schreib’ ne Nachricht, wenn es einen Newsletter zu deinem Blog gibt. Davon will ich nix verpassen!!!!
    LG, Valerie

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